Für jedes Unternehmen ist eine Bildung, die mehr ist als Ausbildung, die nicht nur mit dem Vortrieb eines Geschäftsmodells zu tun hat, eine grundlegende Verantwortung, um die Wirkungen des eigenen Handelns im größeren Kontext zu verstehen. Betriebsblindheit ist eine zivilisatorische Krankheit mit ungeheuren Auswirkungen.

Beim Einzelnen erkennen wir Allgemeinbildung als Schritt zu einem zivilisierten, verantwortungsvollem Leben. Bei Unternehmen reduzieren wir die Informationsverarbeitung auf unmittelbaren wirtschaftlichen Nutzen. Weiterbildung ist ein korrumpierter Begriff und beschreibt meist nur noch einen auf Gewinnmaximierung und Karriereentwicklung reduzierten Lernvorgang.

Doch das globalverträgliche Unternehmen kann nur durch einen Blick über den Tellerrand der täglichen Aufgabenliste entstehen. Es muss seinen Mitarbeitern gezielt Denkfreiräume und Wissen jenseits des operationalen Dogmas anbieten.

Mitarbeiter und Entscheider in Unternehmen müssen mehr wissen und verstehen über die Kontexte innerhalb derer sie agieren. Unternehmer müssen die Augen öffnen und sich und ihren Angestellten einen Blick auf Zusammenhänge und Konsequenzen öffnen. Sie müssen sich selbst ein höheres Verständnis für scheinbar artfremde Informationen ermöglichen. Sie müssen ihre Horizonte übersteigen.