aussi97 / photocase.comWarum sind so viele Menschen jede Woche aufs Neue von einem simplen Ballspiel fasziniert? Weil sich im Fußball das ganze Leben spiegelt. Das gilt auch für das Leben als Freiberufler. Hier deshalb die wichtigsten Dinge, die jeder vom Fußball lernen kann.

1) Es ist nur ein Spiel.

Wenn du dir jeden Tag einredest, dass alles in deinem Leben davon abhängt, wie dein Spiel läuft, dann bist du verkrampft und denkst zuviel. Arbeite locker und unverzagt, was soll schon passieren? Keiner reißt dir den Kopf ab. Hab Spaß. Und lass deine Kunden an deinem Spaß teilhaben.

2) Es ist viel mehr, als nur ein Spiel.

Du willst es, du atmest es, du lebst es. Du bist von weither gekommen, um diesen verdammten Ball zu treten und diesen verdammten Job zu machen. Jetzt ist der Moment. Dort sitzt das Publikum. Da kommt der Anpfiff. Und du willst gewinnen, um jeden Preis willst du gewinnen.

3) Erfolgreicher Fußball hat eine Idee.

Die Zeiten von Kick and Rush sind vorbei. Zielloses Gebolze führt ins Abseits, frustriert Spieler, Trainer, Publikum. Begeisternder und erfolgreicher Fußball ist die Umsetzung einer klaren Spielidee, folgt einem kreativen und strategischen Leitbild. Auch deine Art zu arbeiten muss einer klaren Philosophie gehorchen. Du musst genau wissen, wofür du stehst und du musst es konsequent auf den Platz bringen.

4) Komme immer zum Abschluss.

Wer bis zum Strafraum schön spielt, sich aber dann in Querpässen und Hakenschlagen verheddert, der wird keine Tore schießen. Seth Godin sagt »artists always ship« und das Ziel des Fußballers muss immer der Torschuss sein. Keine Pläne für die Schublade, keine Aktion ohne Sinn, kein Text ohne Leser, kein Abdrehen und Querspielen. Draufhalten und Abziehen. Viele Torschüsse geben zwangsläufig viele Tore.

5) Man muss dort hingehen, wo es wehtut.

Die meisten Tore fallen durch die Mitte. Dort, wo es eng werden kann. Dort, wo man auch was auf die Schlappen kriegen kann. Dort musst du hin. Auch wenn du Angst hast, auch wenn du Lampenfieber hast, auch wenn es Diskussionen geben könnte. Gehe dem nicht aus dem Weg. Stell dich vorne rein. »Wir brauchen Eier.« Klar. Oder?

6) Training, Training, Training.

Jedes Spiel kann seinen ganz eigenen Verlauf nehmen. Aber die Grundlage deines Erfolges ist immer das Training und die Vorbereitung. Feile an deinen Spielzügen, probiere Neues, entwickle dich immer weiter. Für dein Spiel heißt das: Lies wie verrückt, höre relevante Hörbücher, Informiere dich, unterhalte dich mit Vorbildern. Sauge immerzu Input, lerne, schau zu, verstehe, kopiere, übe, übe, übe.

7) Aufstehen, weitermachen.

Wenn dich etwas oder jemand umgrätscht oder du auf nassem Rasen ausgerutscht bist, bleib nicht liegen und blicke sehnsüchtig zum Himmel hinauf. Das Spiel läuft weiter. Dreck lässt sich abwaschen, blaue Flecken vergehen. Rückschläge sind schneller vergessen, als man denkt. Wenn man schnell aufsteht und weiterspielt.

8) Kreative Spieler brauchen Freiräume.

Ein erfolgreiches Spiel braucht die besonderen Momente. Die ungewöhnlichen Ideen, die Abweichung vom Normalen. Um Geniestreiche zu bekommen, muss man auch mal einen Flop riskieren. Sich was trauen und Freiräume nehmen, um mittendrin einen abgefahrenen Hackentrick oder No-Look-Pass zu spielen. Keine Selbstvorwürfe, wenn der Pass nicht ankommt. Behandle den Lionel Messi in dir freundlich, an guten Tagen kann er das Spiel entscheiden.

9) Manchmal lag es am Schiedsrichter.

Du bist topfit und hellwach, du spielst großartig, alles läuft gut. Aber dann kommt der Pfiff des Schiedsrichters, der deine Aktion abpfeift, das Foul übersieht, dein reguläres Tor nicht gibt. Shit happens. Manchmal haben wir es einfach nicht im Griff. Manchmal ist das Leben ungerecht. Das musst du akzeptieren. Es ist nicht deine Schuld.

10) Was letzte Saison war, interessiert keinen.

Der Vorjahresmeister kann Absteigen, der Aufsteiger kann Meister werden. Ruhm verblasst und Pokale verstauben. Wenn du ein Meister bist, dann freue dich an den Trophäen in der Vitrine. Aber nicht zu lange. Geh raus und spiele als wär’s das einzige, was zählt. Es ist es. Aber wenn es im letzten Jahr schlecht lief, dann bedeutet das genauso wenig. Hörst den Anpfiff? Das ist deine Chance.

(Fotonachweis: aussi97 / photocase.com)