Über Michael Schneiberg

Beiträge von Michael Schneiberg:

Design für Nachhaltigkeit – eine Charakterfrage?

Für eine Agentur sind Portfolio und Referenzen wichtig. Doch Entscheidungen über Vertrauen und Kooperation treffen wir auch auf anderen Ebenen. Wir suchen nach Authentizität. Welchen Charakter, welche Persönlichkeit hat eine Agentur?

Vor allem bei Themen, die wir mit wichtigen Werten verbinden, wollen wir Werte und Integrität auch beim Gegenüber. Das Zeitalter des Werbe-Zynismus ist vorbei, wenn es um Nachhaltigkeit und Gesellschaftverantwortung geht. Wir wollen wissen: Wie seid ihr eigentlich drauf?

Diese Überlegungen sind der Hintergrund dieses kurzen Agenturportraits, das ich mit Thom de Bock produziert habe. Rittweger und Team ist eine kleine Agentur in Thüringen mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit und Design Thinking. Uns interessieren die Menschen, ihre Überzeugungen und professionellen Denkansätze.

Mehr Motivation durch bessere Kommunikation

Im Mai diesen Jahres war ich für DB Schenker Rail in Wales und Deutschland unterwegs. Der Videofilm, den ich mit dem Kameramann Thom de Bock für die interne Qualitäts-Initiative „Schritt für Schritt“ produzierte, berichtet über eine neue Methode der Arbeitsplanung und Kommunikation. Es war sehr beeindruckend für mich, wie begeistert die Bahnangestellten von ihren täglichen Besprechungen waren. Man konnte sehen und spüren, dass hier ein offener und konstruktiver Dialog praktiziert wird.

Es scheint so simpel und ist doch vielen Unternehmen so fern. Einfach mal miteinander reden. Gemeinsam planen, zuhören, verstehen und sich gegenseitig ernst nehmen. Und obwohl der Erfolg solcher Maßnahmen groß ist, gibt es immer noch Führungskräfte, die in letzter Konsequenz davor zurückschrecken. Ich würde mich freuen, wenn wir mit unserem Film nicht nur die Akzeptanz der Maßnahme verstärken könnten, sondern auch andere dazu ermutigen, ähnliche Dinge anzupacken.

Im Inneren der Dinge

Im Inneren der Dinge

photocaseh4ddrvuh54215241Die Strukturen der klassischen Moderne haben etwas dingliches, etwas die Außenwelt sortierendes. Fabrikschornsteine, Asphaltwege, Strommasten, Lagerhallen, Fernsehtürme, Landebahnen, Einkaufszentren, Hängebrücken, Hochhäuser – sie alle haben eine architektonische Autorität, mit der sie uns zu verstehen geben, wie sehr die industrielle Moderne unsere Umwelt neugestaltete. Betrachtet man diese Welt der Raumstrukturen, dann mag man zu der irrigen Annahme kommen, im Grunde habe sich hinter den industriell-technologischen Kulissen in den letzten 50 Jahren nichts Grundsätzliches geändert. Schlanker zwar, mitunter selbstbewusster hinter mattmilchigen Oberflächen, aber doch nichts Neues in den gelifteten Fassaden.

Doch die neuen Strukturen, jener Teil unserer späten Moderne, der uns seit einigen Jahrzehnten in seinen Bann geschlagen hat und unser aller Leben bis in die letzten Winkel unserer Gewohnheiten umformte, diese Strukturen sind Baumeister im Innenleben unserer Dinge.

Materiell-immaterielle Metaphern aus Netzen und Anwendungen, Begriffswandlungen und Unsinnigkeiten, Dealern und Aufklärern haben sich in das Knochenmark der Moderne eingenistet. Ein neuer Geist ist in die einst so normalen Dinge gekrochen und lehrte uns mit voodohafter Macht, was forthin als normales Ding zu gelten habe. Was früher ein Telefon war, ist heute ein Smartphone, was ein Fernseher war, ist ein Internet-Unterhaltungshub, was früher ein Auto war, ist ein fahrendes Netzwerk, und was eine Leitung war, ist heute Bandbreite.

Dabei entgeht unserem auf Oberflächen trainierten Blick häufig, dass es nicht das äußere Sein der Dinge war, das sich in der Umwälzung unseres Lebens veränderte. Es ist die Innenseite des Alltags, die sich neu bevölkerte und es ist völlig unklar, ob denn die Konstruktion der ersten Stahlbrücke eine größere oder kleinere Leistung war, als die Programmierung des ersten Internetprotokolls.

Und genauso, wie die raumgreifenden, zugleich Ehrfurcht und Abscheu provozierenden Strukturen der Maschinen-Moderne unser Leben in neue Bahnen lenkten, so griffen die neuen Geister in den Maschinen nach unseren Wesen. Selbstbewusst strukturieren sie unser Verstehen und Denken, versorgen uns mit mächtigen Metaphern und verschlagworten unser Leben so gründlich, wie einst Bürohochhäuser und Strommasten den bis dahin unverstellten Blick auf die Natur neu einfassten.

Blickte man aus einer Wolkenperspektive auf unsere Zeit, so würde man mühsam nach den einschneidenden Wandlungen suchen, denn selbst für Windkraftanlagen oder Solarpaneele ließen sich architektonische Urformen ersinnen, in Windmühlen oder vielleicht Trockengestellen. Doch unter den vergleichsweise ereignislosen Oberflächen hat eine Abwanderungsbewegung begonnen in die digitalen Tunnel und Höhlen, in denen wir uns hinter der schäbigen Hülle banaler Alltagskulissen verführerische oder bedrohliche Dinge zuraunen. Die Architektur der modernen Moderne ist eine innere Ausrichtung.

Vielleicht ein globales Ablenkungsmanöver als Vorspiel vor dem nächsten großen Baumeister. Ein Baumeister des ungeahnten Sachzwangs steigender Meeresspiegel und klimatischer Wutanfälle, der uns mit väterlicher Strenge herausrufen wird aus den digitalen Papierburgen.

Die Bauwerke der klassischen Moderne sind Wahrzeichen einer verblassenden Welt der anfassbaren Großtaten, von der Golden Gate Bridge bis zum Eiffelturm oder ihrem Remake durch die asiatisch-arabischen Allmachtsphantasien neuer Konsumdynastien. Das Staunen der Moderne war der Kopf, den wir in den Nacken legen mussten um unsere Schaffenskraft überblicken zu können.  Er ist dem Blick auf unsere Hände gewichen, dem gebeugten Kopf und den hektischen aber kaum merklichen Bewegungen, mit denen wir die schimmernden Oberflächen befingern. Gesten, an den man früher noch neurotische Verwirrung hätte ablesen können. Der Zeitgeist wurde müde und die Dinge begannen, uns ihren sanften, bunten und aufdringlichen Traum vom Seelenleben der Gegenstände zu erzählen. Der wetterfremde virtuelle Weltinnenraum wurde zur Geistesmetapher der Jahrhundertklippe. Und wir wurden zu Langschläfern vor einem sich verdüsternden Horizont.

10 Bücher, die jeder Unternehmer, Freiberufler, Angestellte und Chef gelesen haben sollte (und alle anderen auch).

Alle wichtigen Dinge im Leben beginnen mit einem wichtigen Gedanken. Die meisten entscheidenden Gedanken sind eine Reaktion auf ein Wissen, eine Meinung oder Erfahrung, die wir von anderen hören. Solche Gedanken anderer Leute stehen in Büchern. Und wenn ich meine bisherige bescheidene Lebenserfahrung, die hoffentlich noch um ein gutes Stück wachsen wird, in zwei kurze Sätze fassen müsste, so würden sie lauten: Lies wie verrückt. Und höre niemals damit auf.

Folgende Bücher würde ich jedem auf den Nachttisch legen, der sich weiterentwickeln, das Leben verstehen und glücklich und erfolgreich sein will.

1) Paul Arden: Egal, was du denkst, denke das Gegenteil.

Du hast nur Zeit für ein Buch? Nicht zu dick? Leicht zu lesen? Aber es soll dein Leben umkrempeln? Dann nimm dieses. Paul Arden hat die Fähigkeit, die elementarsten Dinge über Kreativität und Mut in die wenigsten Worte zu fassen. Außerdem ist das Buch schön.

2) Seth Godin: Linchpin: Are You Indispensable?

Dieses Buch kann Angestellte zu Revolutionären machen, Chefs zu Leitbildern und Freiberufler zu Visionären. Doch genau solche brauchen wir mehr als alles andere. Die Zeit der Fabriken ist vorbei. Jeder ist ein Künstler, wenn er sein Eidechsengehirn besiegt. Ein Buch wie ein Neuanfang.

3) Marshall B. Rosenberg: Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation.

Wie gehe ich um mit dem stressigen Nachbarn, den nölenden Kindern, dem schwierigen Chef? Wie besiege ich meine Wut und löse Konflikte mit Empathie? Die Ideen des berühmten Psychologen können jede Kommunikation nachhaltig verbessern.

4) Steven Pressfield: Do the Work

Kreativ zu sein bedeutet oft, gegen innere Widerstände und Ängste zu arbeiten. Immer wieder einen innere Feind zu besiegen, der einen für immer zum Schweigen bringen will. Dieses Buch ist ein Schlachtplan zum Zusammenreißen: Geh an die Arbeit!

5) Jason Fried: Rework

This one goes out to … alle Chefs und Unternehmer. Befreie dein Unternehmen von überflüssigen Ritualen, langweiligen Meetings, störenden Barrieren, verstaubten Regeln. Mache dich und deine Mitarbeiter glücklich und erfolgreich.

6) Phil Stutz & Barry Michels: The Tools

Dieses Buch wurde von einem christlich-religiösen Menschen geschrieben. Und es riecht nach Hollywood-Star-Marketing. Das eine bin ich nicht, mit dem anderen kann ich nichts anfangen. Aber die Tools haben mich mehr als einmal gerettet.

7) Tony Robbins: Das Robbins Power Prinzip

Ich war jung, orientierungslos nach dem Studium und hielt mich mit Jobs über Wasser. Dieses Buch war das erste, das ich in dieser Art las. Es gab mir Kraft. Von allen »Powercoaches« immer noch der Beste. Noch besser als lesen: Zuhören!

8) Dan Ariely: Denken hilft zwar, nützt aber nichts

An der Oberfläche ein Buch über Verhaltensökonomie. Im Kern eine Gebrauchsanweisung für den täglichen Verstand. Wir sind nicht so schlau, wie wir glauben. Wenigstens das sollte man verstehen.

9) Alain de Botton: StatusAngst

Ein Buch für die freien Momente im Kopf und ein weiter Blick über den Tellerrand. Keine knappe Präsentation und kurzen Gedankengänge. Der kluge Philosoph fragt uns auf sympathische Weise, wohin wir rennen wollen, wenn wir immer so rennen. Ein Plädoyer für eine sanfte Sichtweise auf Erfolg.

10) Ayya Khema: Um was geht‘s denn wirklich?

Es gibt Momente, in denen sind die anderen neun Bücher unnütz. Wenn es um‘s Ganze geht. Um dich und die Welt. Um den Kern der Dinge, wenn die Dinge egal sind. Die verstorbene buddhistische Nonne Ayya Khema rückt Kopf und Herz gerade. Man sollte ihr im Audiobook lauschen, dieser kleinen starken lustigen leuchtenden Frau.

( … to be continued )

Unternehmen sind Kommunikation.

Unternehmen sind Kommunikation.

Ein Unternehmen wird in der Öffentlichkeit vor allem durch seine Kommunikation wahrgenommen. Ein wichtiger Teil davon sind veröffentlichte Texte, Websites und andere Medien. Aber auch das Logo, die Freundlichkeit der Mitarbeiter oder die Durchführung eines Kundenmeetings gehören zur Unternehmenskommunikation. Diese Kommunikation übermittelt ein Bild. Kein Bild von der Wirklichkeit, denn diese Kommunikation ist die Wirklichkeit. Meinungen, Wünsche, Ideen und Informationen entstehen im Austausch zwischen den Menschen. Konzeptionelle Unternehmenskommunikation ist ein Weg, an dieser Wirklichkeit zu arbeiten, ihr ein authentisches Gesicht zu geben.

Auch intern existiert ein Unternehmen durch Kommunikation. Manches davon in Worte gefasst, vielfach aber in Abläufen und sichtbaren sowie unsichtbaren Regeln. Was ein Unternehmen darstellt, welchen Bezug die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihm haben und wie leistungsfähig es ist – diese Punkte werden letztlich durch den Dialog und das Maß der Übereinstimmung zwischen den beteiligten Menschen bestimmt. Zusammen arbeiten bedeutet miteinander kommunizieren. Die Arbeit an der internen Kommunikation ist deshalb die Arbeit an der grundsätzlichen Befindlichkeit eines Unternehmens.

Kommunikationskonzepte

Kommunikationskonzepte.

Die wirkungsvolle Außendarstellung eines Unternehmens, die Vermittlung neuer Inhalte und ein erfolgreiches Marketing – diese Ziele sind nur erreichbar, wenn die Kommunikationsmaßnahmen auf klaren Ideen beruhen, durchdacht und frei von Widersprüchen. Jede Äußerung eines Unternehmens muss Antworten geben: Wofür steht das Unternehmen? Was nützt es? Wohin will es? Und was habe ich damit zu tun?

Konzeptionelle Arbeit bedeutet, Kommunikation wirklich zu durchdenken: Inhalt, Ziel, Rahmenbedingungen, Ausgangsbasis und  Methode. Es bedeutet, Fragen zu stellen und Antworten zu finden, Zusammenhänge zu verstehen und die richtigen Ideen abzuleiten. Meine Kommunikationskonzepte liefern Unternehmen ein tieferes Verständnis der Zusammenhänge sowie klare Handlungsoptionen. Konzeptionelles Denken bezeichnet aber kein Ergebnis, sondern eine Methode. Eine Sicht auf Kommunikation, die unter die Oberfläche blickt, um wirklich wirksame Impulse zu geben.

Text und Redaktion

Text und Redaktion.

Jede Idee ist genau so gut, wie ich sie erklären kann. Gelungene Texte erklären, interessieren und begeistern. Sie sind einfach zu verstehen, ohne zu vereinfachen. Sie haben Klang und Rhythmus und sie sind immer sehr persönlich, denn sie zeichnen ein Bild von Ihnen und von dem Charakter Ihres Unternehmens.

Doch leicht zu lesen bedeutet oft: schwer zu schreiben. Aber es ist nicht schwer, es bedarf nur langer Erfahrung und vieler, vieler Worte Übung. Und es bedarf einer genauen Kenntnis des Umfelds. Kein Text steht für sich allein, er ist immer Teil der gesamten Unternehmenskommunikation, sei es in einer Pressemeldung oder innerhalb einer detaillierten Website oder eines Berichts. Der redaktionelle Überblick sichert eine stimmige Kommunikation im Ganzen ­– so finden sich die grundlegenden Ideen in jedem Detail. Und genau das ist eines der wichtigsten Kennzeichen einer guten Unternehmenskommunikation.

Workshops

Workshops.

Interne Kommunikation ist in erster Linie genau das: interne Kommunikation. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die miteinander sprechen. Unternehmenskultur entsteht im Austausch zwischen den Mitarbeitern. Sie ist eine Mischung aus Vorstellungen und Erwartungen, Ideen und Denkmustern. Die positivsten Fähigkeiten eines Unternehmens beruhen unmittelbar auf einer entsprechenden internen Kommunikationskultur: Innovationsfähigkeit, gemeinsame Zukunftsvorstellungen, gelebte Unternehmenswerte, effiziente Arbeitsprozesse. Diese Bereiche lassen sich dort weiterentwickeln, wo sie entstehen: im Dialog.

Deshalb biete ich Ihnen Workshops zur Entwicklung von Unternehmensleitlinien, zur Ideenfindung und zur Förderung kommunikativer Prozesse. Metaphorische Gesprächstechniken und eine kreative Moderation helfen Ihnen, gemeinsame Werte zu entwickeln, Prozesse anzustoßen und Kommunikation zu verbessern.

It’s not the text, stupid! (and it’s not the looks also)

Worum geht es bei Unternehmenskommunikation? Glänzende Broschüren, tolle verständliche Texte, sympathische Fotos. Ein starkes Layout, schmissige Headlines, guter Stil. Geht es darum?

Sei tapfer, lieber Auftraggeber.

Die Wahrheit ist: darum geht es nicht.
Grafik ist nicht wichtig.
Text ist nicht wichtig.
Verstehen ist wichtig.

Wenn es anders wäre, dann wäre dein Leben, lieber Auftraggeber, und das Leben der Grafiker und Texter viel einfacher. Es wäre so einfach, wie sie es sich oft machen.

Was ist es, das ich verstehen muss? Wie dein Business funktioniert? Was du herstellst? Was du von mir willst? Was du willst?
Ja, das auch. (Allerdings ist schon die Frage »Was willst du?« für viele eine ziemlich harte Nuss.)

Aber vor allem muss ich eines verstehen. Und zwar nicht mehr und nicht weniger als:
Was die Welt im Innersten zusammenhält.

Zumindest deine Welt.

Warum gefällt dir, was dir gefällt? Warum missfällt dir, was dir missfällt?
Warum verstehst du, was du verstehst und warum verstehst du nicht, was du nicht verstehst?
Warum hat der da Erfolg? Und jener nicht?
Was ist eine gute Frage? Was ist die wichtigste Frage?
(Wichtig sind Fragen, keine Antworten. Die Bedeutung von Antworten wird überschätzt. Für die richtige Frage gibt es meist viele guten Antworten. Aber es gibt nur wenig wirklich gute Fragen.)

Und wenn wir das alles verstanden haben.

Dann sind wir soweit. Dann ist die Arbeit getan.

Dann ist Grafik wichtig.
Dann ist Text wichtig.

10 Dinge, die Freiberufler vom Fußball lernen können.

10 Dinge, die Freiberufler vom Fußball lernen können.

aussi97 / photocase.comWarum sind so viele Menschen jede Woche aufs Neue von einem simplen Ballspiel fasziniert? Weil sich im Fußball das ganze Leben spiegelt. Das gilt auch für das Leben als Freiberufler. Hier deshalb die wichtigsten Dinge, die jeder vom Fußball lernen kann.

1) Es ist nur ein Spiel.

Wenn du dir jeden Tag einredest, dass alles in deinem Leben davon abhängt, wie dein Spiel läuft, dann bist du verkrampft und denkst zuviel. Arbeite locker und unverzagt, was soll schon passieren? Keiner reißt dir den Kopf ab. Hab Spaß. Und lass deine Kunden an deinem Spaß teilhaben.

2) Es ist viel mehr, als nur ein Spiel.

Du willst es, du atmest es, du lebst es. Du bist von weither gekommen, um diesen verdammten Ball zu treten und diesen verdammten Job zu machen. Jetzt ist der Moment. Dort sitzt das Publikum. Da kommt der Anpfiff. Und du willst gewinnen, um jeden Preis willst du gewinnen.

3) Erfolgreicher Fußball hat eine Idee.

Die Zeiten von Kick and Rush sind vorbei. Zielloses Gebolze führt ins Abseits, frustriert Spieler, Trainer, Publikum. Begeisternder und erfolgreicher Fußball ist die Umsetzung einer klaren Spielidee, folgt einem kreativen und strategischen Leitbild. Auch deine Art zu arbeiten muss einer klaren Philosophie gehorchen. Du musst genau wissen, wofür du stehst und du musst es konsequent auf den Platz bringen.

4) Komme immer zum Abschluss.

Wer bis zum Strafraum schön spielt, sich aber dann in Querpässen und Hakenschlagen verheddert, der wird keine Tore schießen. Seth Godin sagt »artists always ship« und das Ziel des Fußballers muss immer der Torschuss sein. Keine Pläne für die Schublade, keine Aktion ohne Sinn, kein Text ohne Leser, kein Abdrehen und Querspielen. Draufhalten und Abziehen. Viele Torschüsse geben zwangsläufig viele Tore.

5) Man muss dort hingehen, wo es wehtut.

Die meisten Tore fallen durch die Mitte. Dort, wo es eng werden kann. Dort, wo man auch was auf die Schlappen kriegen kann. Dort musst du hin. Auch wenn du Angst hast, auch wenn du Lampenfieber hast, auch wenn es Diskussionen geben könnte. Gehe dem nicht aus dem Weg. Stell dich vorne rein. »Wir brauchen Eier.« Klar. Oder?

6) Training, Training, Training.

Jedes Spiel kann seinen ganz eigenen Verlauf nehmen. Aber die Grundlage deines Erfolges ist immer das Training und die Vorbereitung. Feile an deinen Spielzügen, probiere Neues, entwickle dich immer weiter. Für dein Spiel heißt das: Lies wie verrückt, höre relevante Hörbücher, Informiere dich, unterhalte dich mit Vorbildern. Sauge immerzu Input, lerne, schau zu, verstehe, kopiere, übe, übe, übe.

7) Aufstehen, weitermachen.

Wenn dich etwas oder jemand umgrätscht oder du auf nassem Rasen ausgerutscht bist, bleib nicht liegen und blicke sehnsüchtig zum Himmel hinauf. Das Spiel läuft weiter. Dreck lässt sich abwaschen, blaue Flecken vergehen. Rückschläge sind schneller vergessen, als man denkt. Wenn man schnell aufsteht und weiterspielt.

8) Kreative Spieler brauchen Freiräume.

Ein erfolgreiches Spiel braucht die besonderen Momente. Die ungewöhnlichen Ideen, die Abweichung vom Normalen. Um Geniestreiche zu bekommen, muss man auch mal einen Flop riskieren. Sich was trauen und Freiräume nehmen, um mittendrin einen abgefahrenen Hackentrick oder No-Look-Pass zu spielen. Keine Selbstvorwürfe, wenn der Pass nicht ankommt. Behandle den Lionel Messi in dir freundlich, an guten Tagen kann er das Spiel entscheiden.

9) Manchmal lag es am Schiedsrichter.

Du bist topfit und hellwach, du spielst großartig, alles läuft gut. Aber dann kommt der Pfiff des Schiedsrichters, der deine Aktion abpfeift, das Foul übersieht, dein reguläres Tor nicht gibt. Shit happens. Manchmal haben wir es einfach nicht im Griff. Manchmal ist das Leben ungerecht. Das musst du akzeptieren. Es ist nicht deine Schuld.

10) Was letzte Saison war, interessiert keinen.

Der Vorjahresmeister kann Absteigen, der Aufsteiger kann Meister werden. Ruhm verblasst und Pokale verstauben. Wenn du ein Meister bist, dann freue dich an den Trophäen in der Vitrine. Aber nicht zu lange. Geh raus und spiele als wär’s das einzige, was zählt. Es ist es. Aber wenn es im letzten Jahr schlecht lief, dann bedeutet das genauso wenig. Hörst den Anpfiff? Das ist deine Chance.

(Fotonachweis: aussi97 / photocase.com)