Praxisbericht

Design für Nachhaltigkeit – eine Charakterfrage?

Für eine Agentur sind Portfolio und Referenzen wichtig. Doch Entscheidungen über Vertrauen und Kooperation treffen wir auch auf anderen Ebenen. Wir suchen nach Authentizität. Welchen Charakter, welche Persönlichkeit hat eine Agentur?

Vor allem bei Themen, die wir mit wichtigen Werten verbinden, wollen wir Werte und Integrität auch beim Gegenüber. Das Zeitalter des Werbe-Zynismus ist vorbei, wenn es um Nachhaltigkeit und Gesellschaftverantwortung geht. Wir wollen wissen: Wie seid ihr eigentlich drauf?

Diese Überlegungen sind der Hintergrund dieses kurzen Agenturportraits, das ich mit Thom de Bock produziert habe. Rittweger und Team ist eine kleine Agentur in Thüringen mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit und Design Thinking. Uns interessieren die Menschen, ihre Überzeugungen und professionellen Denkansätze.

Mehr Motivation durch bessere Kommunikation

Im Mai diesen Jahres war ich für DB Schenker Rail in Wales und Deutschland unterwegs. Der Videofilm, den ich mit dem Kameramann Thom de Bock für die interne Qualitäts-Initiative „Schritt für Schritt“ produzierte, berichtet über eine neue Methode der Arbeitsplanung und Kommunikation. Es war sehr beeindruckend für mich, wie begeistert die Bahnangestellten von ihren täglichen Besprechungen waren. Man konnte sehen und spüren, dass hier ein offener und konstruktiver Dialog praktiziert wird.

Es scheint so simpel und ist doch vielen Unternehmen so fern. Einfach mal miteinander reden. Gemeinsam planen, zuhören, verstehen und sich gegenseitig ernst nehmen. Und obwohl der Erfolg solcher Maßnahmen groß ist, gibt es immer noch Führungskräfte, die in letzter Konsequenz davor zurückschrecken. Ich würde mich freuen, wenn wir mit unserem Film nicht nur die Akzeptanz der Maßnahme verstärken könnten, sondern auch andere dazu ermutigen, ähnliche Dinge anzupacken.

It’s not the text, stupid! (and it’s not the looks also)

Worum geht es bei Unternehmenskommunikation? Glänzende Broschüren, tolle verständliche Texte, sympathische Fotos. Ein starkes Layout, schmissige Headlines, guter Stil. Geht es darum?

Sei tapfer, lieber Auftraggeber.

Die Wahrheit ist: darum geht es nicht.
Grafik ist nicht wichtig.
Text ist nicht wichtig.
Verstehen ist wichtig.

Wenn es anders wäre, dann wäre dein Leben, lieber Auftraggeber, und das Leben der Grafiker und Texter viel einfacher. Es wäre so einfach, wie sie es sich oft machen.

Was ist es, das ich verstehen muss? Wie dein Business funktioniert? Was du herstellst? Was du von mir willst? Was du willst?
Ja, das auch. (Allerdings ist schon die Frage »Was willst du?« für viele eine ziemlich harte Nuss.)

Aber vor allem muss ich eines verstehen. Und zwar nicht mehr und nicht weniger als:
Was die Welt im Innersten zusammenhält.

Zumindest deine Welt.

Warum gefällt dir, was dir gefällt? Warum missfällt dir, was dir missfällt?
Warum verstehst du, was du verstehst und warum verstehst du nicht, was du nicht verstehst?
Warum hat der da Erfolg? Und jener nicht?
Was ist eine gute Frage? Was ist die wichtigste Frage?
(Wichtig sind Fragen, keine Antworten. Die Bedeutung von Antworten wird überschätzt. Für die richtige Frage gibt es meist viele guten Antworten. Aber es gibt nur wenig wirklich gute Fragen.)

Und wenn wir das alles verstanden haben.

Dann sind wir soweit. Dann ist die Arbeit getan.

Dann ist Grafik wichtig.
Dann ist Text wichtig.

10 Dinge, die Freiberufler vom Fußball lernen können.

10 Dinge, die Freiberufler vom Fußball lernen können.

aussi97 / photocase.comWarum sind so viele Menschen jede Woche aufs Neue von einem simplen Ballspiel fasziniert? Weil sich im Fußball das ganze Leben spiegelt. Das gilt auch für das Leben als Freiberufler. Hier deshalb die wichtigsten Dinge, die jeder vom Fußball lernen kann.

1) Es ist nur ein Spiel.

Wenn du dir jeden Tag einredest, dass alles in deinem Leben davon abhängt, wie dein Spiel läuft, dann bist du verkrampft und denkst zuviel. Arbeite locker und unverzagt, was soll schon passieren? Keiner reißt dir den Kopf ab. Hab Spaß. Und lass deine Kunden an deinem Spaß teilhaben.

2) Es ist viel mehr, als nur ein Spiel.

Du willst es, du atmest es, du lebst es. Du bist von weither gekommen, um diesen verdammten Ball zu treten und diesen verdammten Job zu machen. Jetzt ist der Moment. Dort sitzt das Publikum. Da kommt der Anpfiff. Und du willst gewinnen, um jeden Preis willst du gewinnen.

3) Erfolgreicher Fußball hat eine Idee.

Die Zeiten von Kick and Rush sind vorbei. Zielloses Gebolze führt ins Abseits, frustriert Spieler, Trainer, Publikum. Begeisternder und erfolgreicher Fußball ist die Umsetzung einer klaren Spielidee, folgt einem kreativen und strategischen Leitbild. Auch deine Art zu arbeiten muss einer klaren Philosophie gehorchen. Du musst genau wissen, wofür du stehst und du musst es konsequent auf den Platz bringen.

4) Komme immer zum Abschluss.

Wer bis zum Strafraum schön spielt, sich aber dann in Querpässen und Hakenschlagen verheddert, der wird keine Tore schießen. Seth Godin sagt »artists always ship« und das Ziel des Fußballers muss immer der Torschuss sein. Keine Pläne für die Schublade, keine Aktion ohne Sinn, kein Text ohne Leser, kein Abdrehen und Querspielen. Draufhalten und Abziehen. Viele Torschüsse geben zwangsläufig viele Tore.

5) Man muss dort hingehen, wo es wehtut.

Die meisten Tore fallen durch die Mitte. Dort, wo es eng werden kann. Dort, wo man auch was auf die Schlappen kriegen kann. Dort musst du hin. Auch wenn du Angst hast, auch wenn du Lampenfieber hast, auch wenn es Diskussionen geben könnte. Gehe dem nicht aus dem Weg. Stell dich vorne rein. »Wir brauchen Eier.« Klar. Oder?

6) Training, Training, Training.

Jedes Spiel kann seinen ganz eigenen Verlauf nehmen. Aber die Grundlage deines Erfolges ist immer das Training und die Vorbereitung. Feile an deinen Spielzügen, probiere Neues, entwickle dich immer weiter. Für dein Spiel heißt das: Lies wie verrückt, höre relevante Hörbücher, Informiere dich, unterhalte dich mit Vorbildern. Sauge immerzu Input, lerne, schau zu, verstehe, kopiere, übe, übe, übe.

7) Aufstehen, weitermachen.

Wenn dich etwas oder jemand umgrätscht oder du auf nassem Rasen ausgerutscht bist, bleib nicht liegen und blicke sehnsüchtig zum Himmel hinauf. Das Spiel läuft weiter. Dreck lässt sich abwaschen, blaue Flecken vergehen. Rückschläge sind schneller vergessen, als man denkt. Wenn man schnell aufsteht und weiterspielt.

8) Kreative Spieler brauchen Freiräume.

Ein erfolgreiches Spiel braucht die besonderen Momente. Die ungewöhnlichen Ideen, die Abweichung vom Normalen. Um Geniestreiche zu bekommen, muss man auch mal einen Flop riskieren. Sich was trauen und Freiräume nehmen, um mittendrin einen abgefahrenen Hackentrick oder No-Look-Pass zu spielen. Keine Selbstvorwürfe, wenn der Pass nicht ankommt. Behandle den Lionel Messi in dir freundlich, an guten Tagen kann er das Spiel entscheiden.

9) Manchmal lag es am Schiedsrichter.

Du bist topfit und hellwach, du spielst großartig, alles läuft gut. Aber dann kommt der Pfiff des Schiedsrichters, der deine Aktion abpfeift, das Foul übersieht, dein reguläres Tor nicht gibt. Shit happens. Manchmal haben wir es einfach nicht im Griff. Manchmal ist das Leben ungerecht. Das musst du akzeptieren. Es ist nicht deine Schuld.

10) Was letzte Saison war, interessiert keinen.

Der Vorjahresmeister kann Absteigen, der Aufsteiger kann Meister werden. Ruhm verblasst und Pokale verstauben. Wenn du ein Meister bist, dann freue dich an den Trophäen in der Vitrine. Aber nicht zu lange. Geh raus und spiele als wär’s das einzige, was zählt. Es ist es. Aber wenn es im letzten Jahr schlecht lief, dann bedeutet das genauso wenig. Hörst den Anpfiff? Das ist deine Chance.

(Fotonachweis: aussi97 / photocase.com)

Warum Projekte scheitern: die falsche Pyramide

Warum Projekte scheitern: die falsche Pyramide

Fotonachweis: emoji / photocase.comViele hoffnungsvolle Projekte enden im Chaos. Vorsätze werden vergessen und Ideen bleiben auf der Strecke – dabei wollen alle nur das Beste. Schuld ist die falsche Pyramide.

Kein Projekt scheitert wirklich. Nicht, wenn man »Ergebnis« mit »Erfolg« gleichsetzt. Am Ende steht immer ein Resultat, auf das man zeigen kann, und alles wird irgendwann fertig – zumindest wenn jemand Geld dafür ausgegeben hat. Die Frage ist also, was bedeutet »scheitern«?

Für mich ist ein Projekt dann gescheitert, wenn es keine klare Idee transportiert, wenn es seine Ziele verfehlt und die Ansprüche und Hoffnungen enttäuscht, mit denen es begonnen wurde. Erstaunlicherweise sind für diese Art von Fehlschlag viele Menschen blind, vor allem jene, die daran beteiligt sind. Kein Wunder, schließlich ist es oft ihr Engagement, das ein Projekt in dieser Weise scheitern lässt. Nicht ihr Engagement an sich, sondern ihre Beteiligung zum falschen Zeitpunkt. Dies ist das Problem der »falschen Pyramide«.

Pyramiden sind großartige Bauwerke. Solide und makellos überdauern sie Jahrhunderte, trotzen allen widrigen Einflüssen und beeindrucken durch ihre klare Form, man könnte auch sagen, ihr klares Konzept. Keiner würde je auf die verwegene Idee kommen, eine Pyramide umschmeißen zu wollen. Es wäre aussichtslos. Nun, glücklicherweise kommen Freiberufler und Projektteams nicht auf die Idee, mit ihren Projekten die Menschheit noch in Jahrhunderten zu beeindrucken. Trotzdem liegt in der Pyramidenform der Schlüssel zu einem beeindruckenden Projektergebnis: einem neuen Konzept, einer klaren Idee oder einem wirklichen Schritt vorwärts.

Ein großes Projekt gleicht in vielerlei Hinsicht einer Pyramide aus Menschen, genauer: aus den Ideen und Bemühungen der Menschen. Um dem Bauwerk Stabilität zu geben, sollte die Basis auf der wir bauen, so breit wie möglich sein. Für das Projekt heißt das: Am Anfang müssen alle zusammenkommen, die in irgendeiner Weise einen guten Gedanken und eine interessante Idee beisteuern könnten. Das erste Treffen braucht den größten Konferenztisch. Alle können sich einbringen, keine Bemerkung ist zu abwegig, zu versponnen oder schwierig. Diese Basis steht am Anfang, denn aus diesem Input entwickelt man das Konzept, das es im Weiteren zu verwirklichen gilt.

Schon bei der ersten Ausarbeitung und der verbindlichen Festlegung auf ein bestimmtes Vorgehen, sitzen weniger Menschen am Tisch. Die Pyramide beginnt, sich nach oben zu verjüngen. Je weiter ein Projekt voranschreitet, desto weniger Menschen dürfen daran verantwortlich beteiligt sein, desto weniger Entscheider darf es geben. Am Schluss, an der Spitze der Pyramide, gibt es nur noch ein oder zwei Menschen, die eine letzte Freigabe erteilen, die das Projekt für abgeschlossen erklären.

Man stelle sich vor: Kurz vor Abschluss einer kirchlichen Trauungszeremonie stellt der Priester die traditionelle Frage, ob denn noch jemand etwas gegen diese Verbindung einzuwenden hätte … und als Reaktion steht das gesamte Publikum auf und fängt lautstark an zu diskutieren.

Leider zeigt die Wirklichkeit in Unternehmen, dass in der Praxis sehr oft genau das passiert. Es entsteht die falsche Pyramide. Sie steht auf dem Kopf und kann nur mit viel Mühe ausbalanciert werden, damit sie nicht dröhnend zerschellt.

Das erste Briefingtreffen findet in kleinster Runde statt, manchmal nur mit einem Assistenten, der knappe Notizen weiterleitet, weil die Entscheider, die  über das Projekt bestimmen, noch keine Zeit haben. Es findet keine Ideensammlung statt, keine Einbeziehung von Menschen, die später mit dem Ergebnis umgehen müssen. Je weiter das Projekt voranschreitet, je mehr es »zu sehen gibt«, desto mehr Menschen schalten sich ein. Die falsche Pyramide wächst und wird immer instabiler.

Je näher man dem Ende kommt, desto weiter ist es entfernt. Es beginnt der zermürbende und nicht endende Prozess des »Verbesserns« und »Anpassens«, in den immer mehr Menschen involviert werden. Doch nur sehr selten wird dadurch wirklich etwas verbessert, denn es wird versucht, in ein fertiges Ergebnis nachträglich alle Dinge einzubauen, die man anfangs nicht eingebracht hat. Aus einem klaren Konzept wird Flickschusterei. Die falsche Pyramide ist fertig und das Projekt ist gescheitert.

Doch diese Nachbesserungen und Korrekturschleifen durch Menschen, die kurz vor Schluss zum ersten Mal über das Projekt nachdenken, sind für alle Beteiligten so mühsam und erschöpfend, dass allein das Ende dieses Prozesses als Erfolg empfunden wird.

Es stimmt, dass das diese »Pyramiden« in der Wirklichkeit vielgestaltiger sind, als die realen Wüstenbauwerke. Viele gute Projekte konnte ich verwirklichen, bei denen ich vom ersten Treffen bis zur letzten Freigabe nur mit ein oder zwei Menschen im Dialog war. Das waren dann allerdings die relevanten Entscheider. Es waren »Chefprojekte« und ein Brainstorming mit offenen Rahmenbedingungen lag nicht in der Natur der Sache. Dies ist für viele erfahrene Verantwortliche der Weg, um eine falsche Pyramide zu verhindern. Sie wissen, dass zu viele Köche Brei aus jedem Gericht machen.

Doch andere – vor allem sehr große – Projekte erfordern eine breite Basis, weil sie viele Teilbereiche in einem Unternehmen und bei anderen Dienstleistern berühren können. Dann gibt es nur die Wahl zwischen einer falschen und einer richtigen Pyramide. Erst mit allen reden, dann mit wenigen denken, dann alleine entscheiden. Alles andere sind Ruinen im Wüstensand.

(Fotonachweis: emoji / photocase.com)

Auf die Barrikaden!

Auf die Barrikaden!

Das normale Projekt erfüllt Erwartungen, das außergewöhnliche Projekt schafft Neues. Das normale Projekt präsentiert Lösungen, das außergewöhnliche Projekt stellt Fragen. Das normale Projekt erfordert Fleiß, das außergewöhnliche Projekt erfordert Mut.

Bei innovativen Unternehmungen, neuen Herausforderungen, wenn wir uns daran begeben, den inneren Überzeugungen zu folgen, gibt es zwei entscheidende Momente an denen in uns eine Flamme brennen muss: am Anfang und im Zweifel.

Der erste Impuls wirft uns nach vorne, es ist der Funke der Muse, eine klare Vision der fertigen Idee. Diese kreativen Momente lassen uns eine tiefe Vollständigkeit mit uns selbst empfinden, sie zeigen uns die Kraft, die uns zur Verfügung steht. Sie ziehen für einen kurzen Moment das Tuch des Alltags von unserem wahren Ich, mit dem wir in diese Welt getreten sind: mutig, kreativ, innovativ und begeistert. An diesen Funken müssen wir glauben, wenn wir weiter in unserem Projekt vorangehen. Das kann ein Buch sein, ein Artikel, den wir schreiben, ein fantastisches neues Layout, das der Grafiker entwirft, das Geschäftsmodell für ein wirklich innovatives Unternehmen, eine neue Maschine, ein Gedicht, eine physikalische Theorie oder ein Marketingkonzept.

Doch es ist die zweite Flamme, die über den Erfolg entscheidet. Wir brauchen Kampfkraft und Tapferkeit. Kampfkraft gegen uns selbst und gegen unsere Angst, zu scheitern. Es gibt bei schwierigen und herausfordernden Projekten immer Augenblicke starken Selbstzweifels. Es kommt der Impuls, sich anzupassen, auf Nummer sicher zu gehen. Altbekannte Erwartungen zu erfüllen. Der ängstliche Affe in unserem Stammhirn möchte zurück in die sichere Höhle.

Doch gerade in solchen Momenten muss man stehen bleiben, Tapferkeit zeigen und seinen Stand ganz bewusst riskieren. In solche Momenten können Revolutionen entstehen, hier liegt unser Potenzial für wirkliche Veränderung und persönliches Wachstum. Nur wer den Mut hat, auch einmal grandios zu scheitern, kann neue Ideen verwirklichen. Oft kommen diese Augenblicke kurz vor Schluss eines Projekts. Wir möchten die Anforderungen, die wir stellen, reduzieren, wir möchten unseren Zweifeln nachgeben, wir möchten die Verlustängste beschwichtigen und die Unsicherheiten beseitigen.

Stattdessen müssen wir die Ängste umarmen und statt zu fallen müssen wir auf die Barrikaden steigen und Tapferkeit im Angesicht des Zweifels zeigen. Denn am Anfang stand ein Funken unseres mutigen, schöpferischen Selbst.

Wir müssen Revolutionäre sein gegen unsere Ängste.

Interne Kommunikation ist Marketingkommunikation

Im dichten globalen Wettbewerb ist es wichtig, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu informieren und zu unterrichten, denn es wird viel von ihnen erwartet: Hohe Einsatzbereitschaft und die Flexibilität, immer wieder Neues anzunehmen und umzusetzen. Was in einem Unternehmen heute innovativ ist, kann übermorgen schon veraltet sein. Die Schlagzahl möglicher Veränderungen und Neuerungen ist für Mitarbeiter höher als noch vor wenigen Jahren. Doch während Marketingagenturen und die Abteilungen der Unternehmenskommunikation oft über ein ausreichendes Budget verfügen, wird in die interne Kommunikation nur wenig investiert. Für die Motivation und Information der eigenen Leute stehen oft nur wenige Mittel und Möglichkeiten zur Verfügung.

Externe Kommunikation übergibt man – wenn man schlau ist – Profis, aber interne Kommunikation ist oft ein selbst gestrickter Mischmasch aus halbherzigen Verlautbarungen und oberflächlichen Halbinformationen. Der Stil der Kommunikation schwankt je nach Verfasser zwischen kumpelhaftem Flurfunk, einer väterlichen Chefdepesche oder einem übertrieben formellen Beamtenstil – alles mit nur geringer Aussage und Wirkung. Umfassende Aufklärung über Hintergründe und Zusammenhänge des Unternehmens und seiner Arbeit kommen in der Regel zu kurz. Diese Art der internen Kommunikation lässt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kalt.

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Marketing für Fahrrad und Fußball

Der Sommer ist vorbei und hoffentlich sind viele Fahrrad gefahren. Ich habe jedenfalls Werbematerial dafür erstellt, im Auftrag des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbands. Es ging um eine ziemlich ungewöhnliche Form der Radtour, die Deutschte Fußball Route. Eine Verbindung von Radfreizeit und Fußball-Fankult. Mehr- und Eintagestouren zu Stadien, Vereinsheimen und historischen Stätten, die alle (mehr oder weniger) mit Fußball zu tun haben.

Begleitend zur Marketingaktion für die Fußballroute – die so in Deutschland bislang einmalig ist – , erstellte ich mit dem Grafiker André Brück Plakat und Infoflyer, die an verschiedenen POI und bei Partnerunternehmen verteilt wurden.