Glück: nicht drauf rumhauen

Jeder ist seines Glückes Schmied – wirklich? Vielleicht machen wir was kaputt, wenn wir drauf rumhauen.

Man kann nicht seines Glückes Schmied sein. Glück – hier verstanden als »Glück haben«, nicht im Sinne von »glücklich sein« – dieses Glück bezeichnet genau jene Form der günstigen Wendung, die wir eben nicht schmieden können (…)

Kommunikation 2.0 – eine kritische Anmerkung

Kann man mit Postings kommunizieren? Wie beeinflussen Softwarestrukturen unseren Meinungsaustausch?

Das Internet repräsentiert in keiner Weise unsere natürliche Art der Kommunikation. Es reduziert die komplexen Facetten zwischenmenschlichen Austausches auf die banalen Möglichkeiten einer mittelmäßigen Software-Architektur. Der Bedeutungsraum Sprache und die Strukturen menschlicher Verständigung werden herabgebrochen auf digitale Kompatibilität (…)

Die Welt ist eine Erzählung

Die Welt ist eine Erzählung

Wenn wir die Welt verstehen wollen, müssen wir eine Geschichte erzählen.

Die Narration ist die unmittelbarste und umfassendste Annäherung an Wirklichkeiten und Zukünfte. Nur die Erzählung bezieht den subjektiven Innenraum einer Situation mit ein: die Gefühls- und Erlebenswelt (…)

Bildung ist Selbstveränderung

Bildung hat keinen Sinn, wenn wir nur ihren verwertbaren Nutzen suchen. Wir sind mehr als eine Summe unseres Wissens.

Denn nur ein kleiner Teil von Wissen und Lernen baut in einer notwendigen Reihenfolge aufeinander auf. Die meisten Inhalte setzen sich zueinander in Bezug, besitzen aber keine Abfolge (…)

Das Leben, das du retten kannst

Es gibt für einen Menschen der westlichen Wohlstandswelt keinen Grund, nicht mit einem kleinen Teil seiner finanziellen Möglichkeiten kontinuierlich gegen die Armut der Welt zu arbeiten.

Nun sind wir im neuen Jahr. Silvester vorbei, Weihnachten vorbei. Die Weihnachtszeit ist in traditioneller Weise auch Spendenzeit. Vielleicht um den Gewissensschauder während unseres Konsumrausches ein wenig zu beschwichtigen, denken wir ein bißchen an die Armen und Chancenlosen. Zumindest ein paar mehr Menschen als sonst tun das (…)

Konsumwende und Labormäuse

»Zielgebiet: Lohas« – das war das Motto dieser »Mottoshow« und es gab Momente, da erschienen die Lohas wie die weißen Mäuse der Marketinglaboranten.

Nachtrag zu meiner Fahrt nach Berlin und dem Besuch der Konsumwende. Das ganze war eine recht abwechslungsreiche Veranstaltung rund um das Marketing von Produkten und Projekten zum weitläufigen Thema Nachhaltigkeit. Die Veranstaltung war interessant, aber dominiert vom Zielgruppendenken (…)

nach Berlin zur Konsumwende

nach Berlin zur Konsumwende

»Konsum«, das war mal eine Supermarktkette. Gibt’s die eigentlich noch? Heute jedenfalls würde man mit diesem Namen wohl keinen Erfolg mehr haben. Im Zeitgeist liegt vielmehr die Konsumwende (…)

Sprache und Unternehmen

Um die Bedeutung der Sprache für ein Unternehmen zu erfassen, darf man sie nicht ausschließlich aus einer Marketing- oder PR-Perspektive verstehen.

Die Sprache der Unternehmenskommunikation ist Wesensmerkmal eines Unternehmens und zeigt das Niveau des Verständnisses vom eigenen Handeln und von der eigenen gesellschaftlichen Wirkung (…)

Der Neid auf die Neidlosen

Der Lebenskünstler gilt oft ein wenig als der Hofnarr in der Leistungsgesellschaft. Klug, aber ein wenig faul. Begabt, aber nicht ernsthaft. Das Leben als Kunst, diese Idee scheint uns mit zwiespältigen Gefühlen zu erfüllen: Auf der einen Seite hängen wir dem Lebenskünstler das Bild des leicht anarchischen Verweigerers an, auf der anderen Seite sprechen wir(…)

Das Wort als Hülse: Bewusstseinswandel

Wer das Unmögliche fordert, auch von sich selbst, und wer keine Fehler verzeiht, auch nicht seine eigenen, ist kein Idealist, sondern ein Dogmatiker.

Die Diskussion um Nachhaltigkeit und eine Änderung unserer Lebensweise befördert den Begriff des Bewusstseinswandels ein weiteres Mal in die Arena des öffentlichen Selbstgespräches. Er steht dort in gewohnt selbstbewusster Pose: als Forderung (…)